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MECHANISCHES FÜGEN

Ihre Aufgabe

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Unser Weg

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Systemanschluss PQS | Inline-Prozessanalyse und Optimierung | Qualitätsbewertung | Inline-Überwachung | Inline-Dokumentation | Erfolgsrechnung

QST Workshop Mechanisches Fügen - Euroblech 2010

Wissenswertes rund ums CLINCHEN (Durchsetzfügen)

Durchsetzfügen ist ein Verfahren zum Verbinden von Blechen ohne Verwendung eines Zusatzwerkstoffes. Man kann es sowohl zu den Fügeverfahren als auch zu den Umformverfahren rechnen, da die Verbindung durch Umformen des Werkstoffs erreicht wird.

Verfahrensablauf (Matrize mit beweglichen Matrizensegmenten):
  1. Kombiniertes Einsenken und Durchsetzen
  2. Stauchen und Breiten
  3. Ausfüllen der Gravur
  4. Öffnen der beweglicher Matrizensegmente
  5. Seitliches Hinterherfließen
Verfahrensablauf (Starrmatrize):
  1. Kombiniertes Einsenken und Durchsetzen
  2. Stauchen und Breiten
  3. Ausfüllen der oberen Kontur der Gravur
  4. Ausfüllen des Ringkanals
  5. Seitliches Hinterherfließen
CLINCHEN als Untergruppe des Fügens nach DIN 8593

Eine Untergruppe des Fügens ist nach DIN 8593 das Fügen durch Umformen. Das Fügen ist wiederum aufgeteilt in Fügen durch Umformen drahtförmiger Körper, bei Blech-, Rohr- und Profilteilen und durch Nietverfahren. Nach DIN 8593 ist dem Fügen durch Umformen bei Blech-, Rohr und Profilteilen neben Quetschen und Verpressen unter anderem das Durchsetzfügen, auch Clinchen genannt, zugeordnet. Ein Vorteil des Clinchen ist, dass kein Vorlochvorgang durchgeführt wird.

 

Die statischen Festigkeiten liegen im Bereich von etwa 2/3 bis hin zum 1,5 fachen einer vergleichbaren Punktschweißverbindung. Die Dauerfestigkeit ist aufgrund von fehlender Kerbwirkung (bei nicht schneidenden Verbindungen) und nicht vorhandener Wärmeeinflusszone höher als bei Punktschweißverbindungen. Besonders wenn unterschiedliche Blechstärken verbunden werden müssen bietet das Clinchen großes Potential. Wenn die Fügerichtung "Dick in Dünn" eingehalten wird sind statische Festigkeiten, die das Anderthalbfache der Festigkeit einer Punktschweißverbindung übersteigen, möglich. Ein weiterer Vorteil ist, dass auch verschiedenartige Materialien und/oder beschichtete Bleche gefügt werden können.

 

Ein Durchsetzfügewerkzeug besteht aus einem Stempel und einer Matrize. Die zu verbindenden Bleche werden durch den Stempel ähnlich wie beim Tiefziehen unter plastischer Deformation in die Matrize gedrückt. Durch eine spezielle Gestaltung der Matrize entsteht eine druckknopfähnliche Form, die die Bleche form- und kraftschlüssig miteinander verbindet. Je nach System bewirkt entweder eine Vertiefung im Boden einer Starrmatrize oder das Nachgeben beweglicher Matrizensegmente, dass die Bleche eine Überschneidung ausbilden. Zu unterscheiden sind hier unter anderem der Rundpunkt, bei dem der Stempel eine runde, gasdichte Vertiefung hinterlässt , und der Rechteckpunkt, bei dem die Verbindung an zwei Seiten eingeschnitten wird und so die Gasdichtigkeit nicht gegeben werden kann. Dafür können in diesem Verfahren auch höherfeste Materialien miteinander verbunden werden.